Selbstausschluss: So funktioniert die Sperre

Selbstausschluss: So funktioniert die Sperre

Was der Selbstausschluss rechtlich bedeutet

Wer in Deutschland am Glücksspiel teilnimmt, kann sich jederzeit selbst sperren lassen. Diese Möglichkeit ist keine freiwillige Kulisse der Anbieter, sondern gesetzlich vorgeschrieben. Seit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags sind alle konzessionierten Betreiber verpflichtet, Sperranfragen unverzüglich umzusetzen und an die zentrale Datei weiterzuleiten. Ausführlichere Infos finden Sie unter click here.

Die Sperre wirkt dabei nicht nur bei einem einzelnen Anbieter. Sie gilt deutschlandweit und umfasst sowohl Online-Casinos als auch Sportwetten, virtuelle Automatenspiele und Online-Poker. Wer einmal gesperrt ist, kann bei keinem regulierten Anbieter mehr einzahlen, mitspielen oder Boni annehmen.

Die gesetzliche Mindestdauer beträgt ein Jahr. Verlängerungen sind möglich, ebenso eine dauerhafte Sperre. Eine vorzeitige Aufhebung vor Ablauf der zwölf Monate ist ausgeschlossen – das unterscheidet den Selbstausschluss deutlich von einer einfachen Kontoschließung.

Wie du die Sperre einrichtest

Der Weg zur Sperre führt über mehrere Kanäle. Am schnellsten geht es direkt im Nutzerkonto: Fast alle legalen Anbieter stellen eine Funktion bereit, mit der du die Sperre in wenigen Klicks auslöst. Alternativ kannst du den Kundenservice per E-Mail kontaktieren.

Ein weiterer Weg ist die zentrale Sperrdatei, die bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder geführt wird. Über das dortige Online-Formular kannst du dich selbst eintragen lassen – unabhängig davon, ob du bei einem bestimmten Anbieter registriert bist.

  1. Identität bestätigen (Name, Geburtsdatum, Adresse)
  2. Sperrart wählen: ein Jahr, länger oder unbefristet
  3. Bestätigung anfordern und aufbewahren
  4. Prüfen, ob alle offenen Konten betroffen sind

Wichtig: Die Sperre greift sofort nach Eingang, spätestens jedoch innerhalb weniger Stunden. Anbieter, die sich Zeit lassen oder die Sperre nur auf ihr eigenes Portal begrenzen, handeln nicht konform.

Was während der Sperre passiert – und was nicht

Während der Sperre darfst du bei keinem konzessionierten Anbieter einzahlen. Bereits vorhandenes Guthaben wird in der Regel ausgezahlt, laufende Bonusbedingungen verfallen. Ein Anspruch auf eine Entsperrung besteht nicht.

Statistiken zeigen, dass Selbstausschlüsse wirksam sind: Rund 80 Prozent der gesperrten Spieler nehmen nach Ablauf der Mindestfrist keine neue Glücksspieltätigkeit auf. Die zentrale Datei verzeichnet jährlich mehrere zehntausend Neueinträge.

Sperrart Dauer Aufhebung
Kurzzeitsperre 24 Stunden bis 7 Tage automatisch
Reguläre Sperre mindestens 12 Monate nur nach Ablauf
Dauersperre unbefristet nicht möglich

Wer die Sperre umgehen will, indem er sich bei nicht lizenzierten Anbietern anmeldet, riskiert nicht nur den Verlust des Spielerschutzes. Solche Portale zahlen im Streitfall oft nicht aus und unterliegen keiner deutschen Aufsicht. Der Selbstausschluss ist damit vor allem eines: ein wirksames Werkzeug, das du selbst in der Hand hast.


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